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Praktische Tipps von Tanja Winkler: Kurzarbeit bleibt. Wie Sie die gewonnene Zeit als Chance nutzen.

August, 2021, 4 Min

Aufgrund der Pandemie entlastete die Bundesregierung zahlreiche Unternehmen, indem sie den Zugang zum Kurzarbeitergeld erleichterte. Mitarbeitende konnten Kurzarbeit beantragen und somit die Krisenzeit durch das Kurzarbeitergeld überbrücken. Kurzarbeit bedeutet für viele Arbeitnehmende dabei nicht nur eine finanzielle Belastung, sondern auch eine psychische. Schließlich ist diese Zeit geprägt von warten und Zeit überbrücken. Dabei können Sie, wie unsere Autorin Tanja Winkler bereits im Dezember angesprochen hatte, die Kurzarbeit sinnvoll nutzen. So gab sie bereits Empfehlungen, um die gewonnene Zeit als Chance zu sehen. Etwa durch Netzwerken, digitale Weiterbildungen sowie weiterbildende Webinare um virtuelle Events, Messen & Kongresse oder durch die Aufnahme einer ehrenamtlichen Tätigkeit.

Kurzarbeit bleibt: Wie Sie die gewonnene Zeit als Chance nutzen.

Tanjas Tipp: Es gilt anzupacken, die Zeit effektiv zu gestalten, um beruflich – trotz Kurzarbeit – nach vorn zukommen.

Denn auch wenn eine erneute Verlängerung der Sonderregeln für das Kurzarbeitergeld für viele ArbeitnehmerInnen bedeutet, dass sich der alltägliche Arbeitseinstieg erneut verschiebt, ist die berufliche Weiterentwicklung enorm wichtig. KarriereberaterInnen sind sich einig: TeilnehmerInnen profitieren von einer Weiterbildung, da sie anschließend höhere Qualifikationen anstreben, die Vorbereitung auf neue berufliche Herausforderungen angehen, ein höheres Gehalt anfordern oder auch bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt erwarten können.

Was in der Kurzarbeit bleibt ist Zeit. Zeit – ein wertvolles Gut – um die Weichen für die berufliche Zukunft zu stellen. Denn MitarbeiterInnen, die sich freiwillig weiterbilden, können gestärkt aus der Krise hervorgehen. Da die Kurzarbeit vorerst bleibt, geben wir hier noch mehr Möglichkeiten und praktische Tipps, um die gewonnene Zeit als Chance zu nutzen:

Reflexion

Die Zeit, um sich – vor allem beruflich – selbst zu hinterfragen, nehmen wir uns in der täglichen Arbeitsroutine oft zu wenig oder gar nicht.

Wo stehe ich beruflich? Erfüllt mich mein derzeitiger Job und bin ich glücklich mit dem was ich tue? Entspricht mein Job meinen Vorstellungen und Bedürfnissen? Werden meine Kompetenzen ausgeschöpft oder fühle ich mich sogar unterfordert? Wo sehe ich mich in 5, 10 oder 15 Jahren? Erreiche ich mein persönliches Ziel mit meinem aktuellen Job oder wünsche ich mir vielleicht doch eine berufliche Veränderung? Was möchte ich wirklich?

Die gemeinsame Reflexion mit einem Sparringspartner ermöglicht es, sich diese Fragen ganz genau zu beleuchten, sich den Auswirkungen bewusster zu werden und aus der Selbstdistanz heraus zu analysieren, welche inneren Muster und Denkweisen die eigene Sichtweise (bisher) beeinflussen oder gar einschränken. Schließlich kann ein persönlicher Coach oder Sparringspartner für Management, Führungskräfte und Angestellte eine wesentliche Stütze bei der Persönlichkeitsentwicklung bieten und problemorientierte Situationen dahingehend mitgestalten, dass die Reflexionsteilnehmenden zurück zu einer neuen Erfolgsorientierung und beruflichen Perspektive gelangen. Brauchen Sie einen Sparring-Partner, der Ihnen dabei hilft, diese Fragen zu reflektieren? » Nehmen Sie Kontakt zu uns auf!

Digitalisierung

Die Krise hat vor allem auch die Digitalisierung geprägt. Was vor der Krise noch als Ausnahme galt, ist heute und zukünftig fester Bestandteil in der Arbeitswelt. Fragen Sie sich selbst: wie fit bin ich im Umgang mit digitalen Systemen / Prozessen und in der digitalen Arbeitswelt. Die Anforderungen an ArbeitnehmerInnen wächst und sind für die Zukunft der Arbeit unverzichtbar. Erfülle ich diese „Future-Skills“ und kann ich in der Arbeitswelt 4.0 mithalten? Um in der digitalen Transformation nicht den Absprung zu verpassen, bieten sich hierbei hilfreiche Fortbildungen im Bezug auf IT-Sicherheit oder auch die Vereinbarkeit von Homeoffice und Arbeitsalltag an.

Da oft die Zeit fehlt, sich mit Weiterbildungen zu beschäftigen, können Menschen in Kurzarbeit die Zeit also sinnvoll nutzen. Auf die Frage, wer die Fortbildungen in der Kurzarbeit bezahlt, gibt es nicht nur die Möglichkeit von Selbstzahler oder Unternehmen. In manchen Fällen übernimmt auch die Bundesagentur für Arbeit die Kosten für zertifizierte Weiterbildungsmaßnahmen.

Selbstständiges Lernen

Die Fortbildung bzw. Weiterbildungsmaßnahme, muss nicht unbedingt mit Kosten verbunden sein. Personen, die sich in der Kurzarbeit langweilen, können sich auch für das selbstständige Lernen entscheiden und etwa eine neue Fremdsprache lernen oder die vorhandenen Englisch-Kenntnisse aufbessern. Auch Hörbücher und Podcast sind beliebte Lernmedien. ZuhörerInnen können sich über Finanzierungstipps und Aktienkurse regelmäßig informieren oder auch über Führungsstile und Mitarbeiterführungen. Die Bandbreite an angebotenen Podcasts ist immens.

Minijob

Arbeit im Impfzentrum, Kellnern im Lieblingscafé, Fahrradkurier, Arbeit im Start-Up oder doch der Schauspielleidenschaft von Früher nachgehen? Minijobs schließen viele ausgefallene Tätigkeitsfelder ein, die unterschiedliche Kompetenzen erfordern und diverse Interessenfelder abdecken.
Gut zu wissen: Ende Mai 2020 ist das Sozialschutz-Paket II in Kraft getreten. Beim möglichen Hinzuverdienst wurde die Beschränkung auf systemrelevante Berufe aufgehoben. KurzarbeiterInnen können jetzt einen neuen Minijob in allen Berufen aufnehmen. Der Verdienst aus einem 450-EUR-Minijob wird nicht auf das Kurzarbeitergeld angerechnet. Diese Regelung galt zunächst bis zum 31. Dezember 2020 und wurde nun bis 31. Dezember 2021 verlängert. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziale Sicherung erläutert die gesetzliche Änderung bereits ausführlich.

Berufliche Neuorientierung

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Bleiben Sie motiviert und nehmen Sie Ihre Zukunft in die Hand.