Berufliche Neuorientierung 50Plus: 5 Fragen an Margit Bauer.

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November, 2021, 6 Min

Margit Bauer ist Senior Consultant, Partnerin und seit 13 Jahren ein Teil der EL-NET GROUP. Sie ist spezialisiert auf das Karrierecoaching für Führungskräfte sowie das Talent Management. In ihrer Beratungstätigkeit teilt die Diplom-Betriebswirtin Ihre Expertise und Erfahrungswerte aus den Branchen Automobil, Maschinenbau, Assekuranz, Pharma und Telekommunikation und unterstützt somit AkademikerInnen in der Placementberatung sowie im Executive Search.

Berufliche Neuorientierung 50Plus: 5 Fragen an Margit Bauer

Da der demographische Wandel zur Folge hat, dass immer mehr Top-ManagerInnen sowie Fach- und Führungskräfte im gehobenen Alter vom Stellenabbau betroffen sind, steigt der Bedarf an altersgerechtem Trennungsmanagement und Bewerbungsmanagement. Denn: Die Verarbeitung des Arbeitsplatzverlustes, insbesondere im fortgeschrittenen Alter, kann die persönliche Gesundheit beeinflussen. Befindet sich das Arbeitsverhältnis von Fach- und Führungskräften in der Aufhebung, wird das psychische Befinden häufig dahingehend beeinflusst, dass die Betroffenen etwa ein geringeres Wohlbefinden verspüren. Erhalten sie hingegen professionelle Unterstützung durch eine Outplacement Beratung, gehen Ängste und körperliche Beschwerden zurück und das Selbstwertgefühl steigt.

Wir haben mit Margit Bauer über erfolgreiche Änderungssituationen von Führungspositionen im fortgeschrittenen Alter gesprochen und welche Tools in der beruflichen Veränderungsphase helfen. Darüber hinaus redete sie mit uns über beeindruckende berufliche Wiedereinstiege und über Führungstrends am Arbeitsmarkt.

5 Fragen an Margit Bauer

Der nachstehende Text basiert auf einem digital geführten Interview.

Margit, als Partnerin der Outplacement Beratung EL-NET GROUP triffst du nahezu täglich auf Führungspersonen, die vom Stellenabbau betroffen sind. Bei der EL-NET GROUP sind im Schnitt 51% der KlientInnen zwischen 40 und 50 Jahren und 33% im Alter von 50Plus. Wie gelingt es dir, diese Betroffenen von Zweifel, Resignation oder gar dem Zustand des Durchhangelns bis zum Renteneintrittsalter wieder zu motivieren und von neuen Karrierechancen zu überzeugen?

Glücklicherweise habe ich selten Führungskräfte erlebt, die sich einfach nur durchhangeln möchten. Die meisten Menschen haben die Vorstellung, einen Job zu finden, der sie mit Begeisterung erfüllt. Ich selbst bin davon überzeugt, dass mit der richtigen Einstellung und einem konsequenten Verfolgen des Ziels, der Anschluss gelingt. Das zu vermitteln, darin sehe ich zu Beginn der Beratung meine Aufgabe. Als Beraterin helfe ich also Menschen, Freude zu entfalten. Das geht, indem wir ein klares Bild davon entwickeln, was die Person besonders auszeichnet. Ich begleite jetzt seit 13 Jahren Menschen bei der beruflichen Neuorientierung. Daraus schöpfe ich die Zuversicht, dass es gelingt, den Wechsel in einen neuen Job zu realisieren, der im Einklang steht mit den eigenen Wünschen. Aus meiner Sicht schöpfen meine Klienten das Vertrauen in den eigenen Weg. Viele Unternehmen setzen mittlerweile verstärkt auf die Erfahrungen und Kompetenzen von Führungskräften 50Plus. Und diese Chance nutzen wir.

Welche Tools und Methoden helfen in der beruflichen Veränderungsphase um Selbstwertgefühle, Selbstwirksamkeit und Optimismus wieder zu stärken?

In der beruflichen Veränderungsphase hilft die Beschäftigung mit den eigenen Stärken, die im Laufe des Lebens, im Job, aber auch im privaten, erlangt wurden. Natürlich setzen wir auch verschiedene Tools ein: Eignungsdiagnostik, Biografiearbeit, Karriereanker und vor allem intensive Gespräche mit uns als Beratende. Wir müssen die richtigen Fragen stellen, um ein wirklich differenziertes Bild zu erschaffen. Also das Selbstbild der KlientInnen. Viele Menschen kommen aus Situationen, in denen sie als Mensch nicht mehr gesehen werden. Schlimmstenfalls wird nur noch das gesehen, was nicht so gut ist. Das macht natürlich was mit den Menschen. Unsere beratende Unterstützung hilft, wieder mit sich ins Reine zu kommen und Selbstbewusstsein zu erlangen. Wieder zu erkennen: ich kann was und das nicht zu wenig!

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