Umgang mit Schwerbehinderung in der Outplacement Beratung: 5 Fragen an Michael Harsch.

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November 2021, 3 Min

Michael Harsch arbeitet seit 20 Jahren in den Bereichen Coaching, Supervision, Beratung und Training mit Fach- und Führungskräften jeder Branche zusammen und bietet innovative Unterstützung im Umgang mit Schwerbehinderung in der Outplacement Beratung.

Als ehemaliger Personalrat aus der Gesundheitsversicherung berät er im Namen der EL-NET GROUP seit 2008 Unternehmen, Personalverantwortliche sowie auch Mitarbeitende unter anderem zu Fragen der Outplacement Beratung und teilt sein Know-How und Praxiserfahrung in Bezug auf die Beschäftigung Schwerbehinderter sowie den Sonderkündigungsschutz für Schwerbehinderte.

Umgang mit Schwerbehinderung in der Outplacement Beratung: 5 Fragen an Michael Harsch

Wir haben mit Michael Harsch über den idealtypischen Verlauf der Outplacement Beratung für Schwerbehinderte gesprochen. Wir haben ihn gefragt, welchen Hürden Beteiligte sowie auch Personalverantwortliche entgegen stehen und was Unternehmen tun können, um Schwerbehinderte in der Trennungsphase zu unterstützen.

5 Fragen an Michael Harsch

Der nachstehende Text basiert auf einem digital geführten Interview.

Michael, du hast schon sehr viele Unternehmen und vom Stellenabbau betroffene Mitarbeitende mit Schwerbehinderung in der Outplacement Beratung begleitet. Wie ist der idealtypische Verlauf der Outplacement Beratung für Schwerbehinderte?

Als Erstes, bevor wir in den Beratungsprozess einsteigen, ist mir gutes Kennenlernen wichtig zur Grundlage einer vertrauensvollen Zusammenarbeit. Dokumente wie Lebenslauf und Anschreiben erarbeiten wir in Basisversionen, die dann bei jeder Bewerbung mit angepassten Inhalten / Formulierungen versehen werden. Hierzu brauchen wir ihre Kompetenzen und Fähigkeiten im beruflichen wie persönlichen Leben. Und dann geht es nach Prozess und vorrangig darum, was für die KlientInnen wichtig ist. Ziele können sich ändern und ich passe mich ihren Orientierungen und ihrem Tempo an. Also können wir sagen, wir arbeiten personenorientiert im Rahmen unseres Prozesses.

Der typische Verlauf unterscheidet sich insofern, dass wir zusätzlich betrachteten, ob und wie die Schwerbehinderung den Arbeitsprozess beeinträchtigt. Bei manchen Menschen fällt Schwerbehinderung nicht ins Gewicht.

Warum ist so ein komplikationsloser Verlauf der Outplacement Beratung für Schwerbehinderte nicht immer umsetzbar, welchen Hürden stehen Beteiligte sowie auch Personalverantwortliche entgegen?

Idealtypisch haben wir gerne KlientInnen, die komplikationslos vermittelt werden können. Die wesentlichen Faktoren dafür sind sehr gute und präzise beschriebene Kompetenzen und Fähigkeiten, die zur ausgeschriebenen Position passen. Damit gelingt es, ins Gespräch zu kommen. Wenn die KlientInnen im nächsten Schritt im Gespräch sicher und kompetent auftreten, können Sie sich eine sehr gute Ausgangsposition für die Entscheidungsrunden erarbeiten. Es geht immer darum, aufzuzeigen warum der Arbeitgebende mich auswählen soll.

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