Transfer2022-08-01T10:26:25+00:00
EL-NET GROUP Transfergesellschaft

EL-NET Transfer.

Ihre Beratung für ein menschliches und sozialverträgliches Trennungsmanagement.

Eine Transferagentur oder eine Transfergesellschaft gemäß § 110 und § 111 SGB III kann bei verschiedenen personellen Anpassungsszenarien das Mittel der Wahl sein.

EL-NET berät bundesweit Führungskräfte, BetriebsrätInnen sowie Mitarbeitende bei Transformationsprozessen und Restrukturierungen. Gemeinsam entwickeln wir ein jeweils maßgeschneidertes Konzept und die beste Grundlage für ein menschliches und sozialverträgliches Trennungsmanagement.

Für ein erstes und unverbindliches Informationsgespräch zum Thema Transfer stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

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Definition Transfermaßnahmen:

Transfermaßnahmen sind durch die Bundesagentur für Arbeit öffentlich geförderte Maßnahmen, die verhindern sollen, dass von Arbeitslosigkeit bedrohte Mitarbeitende arbeitslos werden.

Welche Transfermaßnahmen gibt es?

Wir unterscheiden zwei Arten von Transfermaßnahmen und deren zeitliche Kombination.

Transferagentur.

Das entscheidende Merkmal der Transferagentur ist es, dass die Mitarbeitenden auf der Gehaltsliste des ausstellenden Unternehmens bleiben und somit dem Unternehmen für Tätigkeiten, im Rahmen ihres Arbeitsvertrags, weiter zur Verfügung stehen.

Die Mitarbeitenden werden während ihrer Arbeitszeit für Aktivitäten rund um die Jobsuche freigestellt. Hierzu zählen die Teilnahme an Trainingsmaßnahmen, Weiterbildungen bei externen Trägern und natürlich Vorstellungsgespräche bei potenziellen, neuen Arbeitgebern. Ebenfalls sind auch kurze Probearbeitsverhältnisse denkbar.

Ziel der Transferagentur ist es nicht nur die Mitarbeitenden in neue Arbeitsverhältnisse zu vermitteln sondern auch den regulären Betriebsablauf so wenig wie möglich zu beeinflussen. Es ist für alle Beteiligten extrem wichtig sich hier stetig und eng abzustimmen.

In der Regel werden die nicht zu vermeidenden Kündigungen während der Laufzeit der Transferagentur ausgesprochen und die Kündigungsfristen gemäß dem jeweiligen Arbeitsvertrag eingehalten.

Im Umkehrschluss bedeutet dieses, dass nicht jede/r TeilnehmerIn an der Transferagentur auch das Unternehmen verlassen wird.

Die Förderung durch die Bundesagentur für Arbeit erfolgt in Höhe von bis zu 50% allerdings bis maximal 5.000,00 Euro pro Mitarbeitenden. Mit anderen Worten, wenn Sie als Unternehmen 6.000,00 Euro einbringen, können Sie 2.500,00  Euro von der Bundesagentur für Arbeit erstattet bekommen (=50% des Maximalbetrages 5.000,00 EUR). Die Förderung und die Abrechnung mit der Bundesagentur müssen Sie, als ausstellendes Unternehmen beantragen. Wir bereiten für Sie sowohl Antrag als auch Abrechnung vor, sodass Sie diese nur unterschreiben und einreichen müssen. Die Erstattung erfolgt in der Regel binnen drei Monate, nach Ende der Maßnahme.

Transfergesellschaft.

Das entscheidende Merkmal der Transfergesellschaft ist es, dass die Mitarbeitenden den Arbeitgeber wechseln. Sie erhalten einen befristeten Arbeitsvertrag vom Träger und werden somit dessen reguläre Mitarbeitende. Die Mitarbeitenden dürfen nach dem Wechsel in die Transfergesellschaft nicht mehr für das ausstellende Unternehmen tätig sein.

Die Mitarbeitenden beziehen nun unter anderem Transferkurzarbeitergeld Null und können sich zu ein 100% mit ihrer beruflichen Zukunft beschäftigen.

Wie in der Transferagentur auch, ist das oberste Ziel einen neuen Arbeitsvertrag zu erhalten. Andere berufliche Ziele, wie zum Beispiel eine Existenzgründung sind ebenfalls möglich und werden vom Träger der Transfergesellschaft aktiv unterstützt.

Als sehr erfolgversprechend haben sich in der Vergangenheit Probearbeitsverhältnisse (Praktika oder auch Qualifizierung in Arbeit genannt) herausgestellt.

Je nach Sozialplan und Absprachen mit der Bundesagentur für Arbeit, im Vorfeld der Transfergesellschaft, müssen nun Aktivitäten mit der Bundesagentur abgesprochen werden und nicht mehr mit dem alten Arbeitgeber. Wenn diese Maßnahmen zielführend sind und entsprechend begründet werden können, steht diesen im Normalfall nichts entgegen.

In der Regel werden von den Mitarbeitenden die Kündigungsfristen, mit in die Transfergesellschaft eingebracht. Nicht selten werden diese Kündigungsfristen verdoppelt, um so die freie Entscheidung, in die Transfergesellschaft zu wechseln, für den Mitarbeitenden attraktiver zu machen. Auch diese sogenannte „Laufzeit der Transfergesellschaft“ regelt der Sozialplan. Allerdings beträgt die gesetzlich zulässige, Laufzeit maximal zwölf Monate.

Neben dem Transferkurzarbeitergeld, was in seiner Höhe dem Arbeitslosengeld I entspricht, erhalten die Mitarbeitenden einen freiwilligen Aufstockungsbetrag durch den alten Arbeitgeber. Als gute Orientierung hat sich eine Aufstockung auf achtzig Prozent des letzten Nettoentgelts herausgestellt. Aber auch diese Aufstockung regelt der Sozialplan und sie wird zwischen den Sozialpartnern frei verhandelt.

Wie auch in der Transferagentur wird in der Transfergesellschaft ein Qualifizierungsbudget pro Mitarbeitenden verhandelt. In der Praxis hat sich hier die Verwendung eines gemeinsamen „Qualifizierungstopfes“ bewährt. Das bedeutet, dass für jeden Mitarbeitenden eine Summe X zur Verfügung gestellt wird und das gesamte Budget nach dem Solidaritätsprinzip auf die einzelnen Mitarbeitenden verteilt wird.

Hierzu wird ein Steuerkreis, auch Beirat genannt, eingerichtet, der die Verwendung der Mittel steuert und überwacht. Der Beirat setzt sich aus Vertretern des Arbeitgebers, der Mitarbeitenden, des Trägers und der Bundesagentur für Arbeit zusammen.

Das Transferkurzarbeitergeld, also die Förderung durch die Bundesagentur für Arbeit in der Transfergesellschaft, beantragt und verwaltet der Träger der Transfergesellschaft. Die Mitarbeitenden erhalten den monatlichen Auszahlungsbetrag direkt vom Träger und nicht von der Bundesagentur für Arbeit.

Eine ordentliche Schlussabrechnung ist erst nach der Beendigung der Transfergesellschaft möglich. Etwa drei Monate nach Projektende kann das Unternehmen mit der Erstattung zu viel gezahlter Mittel rechnen.

Kombination. Transferagentur mit einer Transfergesellschaft.

Eine weitere, sehr flexible Variante um Transfermaßnahmen einzusetzen, ist die zeitliche Nacheinanderschaltung einer Transferagentur und einer Transfergesellschaft. So erhalten ArbeitgeberInnen und ArbeitnehmerInnen nicht nur die maximale Flexibilität, sondern gewinnen auch Zeit, viele Fragen zu klären um gemeinsam die optimale Lösung zu erarbeiten.

Die Mitarbeitenden stellen während der Transferagentur weiter ihre Arbeitsleistung zur Verfügung, um so für das Unternehmen zum Beispiel eine Ausproduktion sicherzustellen, und damit Lieferverträge zu erfüllen.

Im Gegenzug ermöglicht das Unternehmen den Mitarbeitenden, die bereits in dieser Phase einen neuen Arbeitsvertrag erzielen können, das Unternehmen mit verkürzter Kündigungsfrist vorzeitig zu verlassen. Je nach Sozialplan erhalten diese Mitarbeitenden dann on top ein zusätzliche Abfindung.

Beide Modelle behalten ihre gemäß den Beschreibungen für Transferagentur und Transfergesellschaft genannten Bestandteile. In der Transferagentur fördert die Bundesagentur für Arbeit das freistellende Unternehmen pro teilnehmenden Mitarbeitenden und in der Transfergesellschaft den Mitarbeitenden, über das Transferkurzarbeitergeld.

Dieses Konstrukt wird sehr oft bei Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen im Rahmen von bestehenden Tarifverträgen, eingesetzt. Die Mitarbeitenden können während der Transferagentur ihre Chancen am Arbeitsmarkt erkunden, um bei erfolgversprechenden Aussichten dann in die Transfergesellschaft zu wechseln oder das Unternehmen zu verlassen.

Bei der so genannten doppelten Freiwilligkeit bedarf es dann zusätzlich die Zustimmung des Arbeitgebers, um den Mitarbeiter ziehen zu lassen. In der Praxis wird jedoch kein Arbeitgeber dem Mitarbeitenden die Kündigung verweigern. Allerdings gilt es für beide Seiten, respektvoll miteinander umzugehen und die Modalitäten zu besprechen.

Weitergehende Informationen.

Merkblatt „Transferleistungen“. Bundesagentur für Arbeit.

Zum Merkblatt (PDF)

Presseartikel KSI. „Mit Transfergesellschaften das Ruder herumreißen“.“

Zum Artikel (PDF)

Die Vorteile von EL-NET Transfermaßnahmen auf einen Blick.

  • Individuelle Betreuung, Beratung und Unterstützung während des gesamten Prozesses

  • Erstklassiges Weiterbildungs- und Qualifizierungsangebot (z.B. Erwerb eines Berufsabschlusses)

  • Coaching zur beruflichen Neuorientierung während der gesamten Laufzeit der Transfermaßnahme

  • Beratung und Arbeitsmarkttraining in 18 Sprachen

  • Bewerbung aus einem Beschäftigungsverhältnis heraus

  • Ein „sicherer“ Rahmen zur Neuorientierung

  • Unser Online-Office ist ganztägig besetzt und steht Ihnen für Ihre Anliegen gerne zur Verfügung

Executive Search

BeraterInnen in unseren Transfermaßnahmen.

Unsere hochprofessionellen und erfahrenen BeraterInnen schaffen gemeinsam mit Ihnen und den Mitarbeitenden bestmögliche Chancen und Perspektiven für die Aufnahme einer neuen Tätigkeit. Der überwiegende Teil der ArbeitnehmerInnen findet auf diese Weise noch während der laufenden Transfermaßnahme den Weg in einen beruflichen Neuanfang.

Information für MitarbeiterInnen.

Ihr persönlicher Mehrwert der Transferagentur.

  • Alle Konditionen Ihres bestehenden Arbeitsvertrags haben weiterhin Bestand. Sie haben ihr volles Recht auf Urlaub und Gehalt, Prämien und Sonderzahlungen können weiterhin bezahlt werden.
  • Zusätzlich genießen Sie die professionellen, auf Sie zugeschnittenen Beratungsleistungen
  • Wir minimieren die Gefahr von Arbeitslosigkeit und suchen mit Ihnen gemeinsam eine nahtlose Anschlussbeschäftigung

Ihr persönlicher Mehrwert der Transfergesellschaft.

  • Direkter Wechsel in ein neues, befristetes Beschäftigungsverhältnis für bis zu 12 Monate
  • 100% der „Arbeitszeit“ für berufliche Neuorientierung
  • Zusätzlicher zeitlicher Gewinn: Späterer Beginn einer möglichen Arbeitslosigkeit
  • Zusätzlicher finanzieller Gewinn: Mit dem späteren ALG I Bezug erhalten Sie auch im Fall der Fälle wesentlich später ALG II (Hartz IV)
  • Die Teilnahme an der Transfergesellschaft hat i. d. R. keine negativen Auswirkungen auf ALG I und ALG II
  • Sie sind nach wie vor weiterhin sozialversicherungspflichtig beschäftigt

Wir unterstützen Sie sowohl in der Transferagentur als auch in der Transfergesellschaft bei Ihren individuellen Anträgen für weitere Qualifizierungsmittel gemäß § 111a.

Information für Unternehmen.

Ihr Mehrwert der Transferagentur für Unternehmen.

  • Sie bleiben bis zum endgültigen Ausscheiden der Mitarbeitenden aus dem Unternehmen der Arbeitgeber mit allen Rechten und Pflichten. So können Sie zum Beispiel Übergaben von Projekten an andere Mitarbeitende oder eine Ausproduktion organisieren.
  • Die notwendigen Freistellungen Ihrer ausscheidenden Mitarbeitenden erfolgen unter Berücksichtigung der Unternehmensziele in enger Absprache mit allen Projektbeteiligten.
  • Sie erhalten eine Erstattung durch die Bundesagentur für Arbeit von bis zu 50 % und bis zu maximal 2.500,00 € der Maßnahmekosten
  • Sie zeigen Ihre soziale Verantwortung und stärken die Arbeitgebermarke

Ihr Mehrwert der Transfergesellschaft für Unternehmen.

  • Die Mitarbeitenden verlassen mit einem dreiseitigen Vertrag, welcher auch einen Aufhebungsvertrag mit Ihnen beinhaltet, das Unternehmen. Sie vermeiden somit langfristige, gerichtliche Verfahren mit ungewissem Ausgang.

EL-NET begleitet Sie von der ersten Idee, eine Transfermaßnahme zu implementieren, bei allen Anträgen bei der Bundesagentur für Arbeit bis hin zur revisionssicheren Abrechnung. Sofern die entsprechenden rechtlichen Rahmenbedingungen es zulassen, beantragen wir für Sie und Ihre Mitarbeitenden Drittmittel (z. B. ESF und EGF).

Gerne erstellen wir Ihnen ein unverbindliches Angebot. Vereinbaren Sie mit uns Ihren Termin für ein erstes, kostenloses Beratungsgespräch oder senden Sie uns den ausgefüllten Fragebogen an EL-NET Transfer (bitte auf Button „Angebot anfordern“ klicken). Wir erstellen Ihnen binnen 24 Stunden (nach Vorliegen aller relevanten Informationen) ein erstes indikatives Angebot.

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FAQ zum Thema Transfer.

Hintergründe und Wissenswertes zu EL-NET Transfer.

Sie fragen sich, was eine Transfergesellschaft bietet, was ihre Vorteile sind und wer Sie zahlt? Unsere BeraterInnen haben die passenden Antworten.

Was passiert bei Krankheit in Transfergesellschaft?2022-04-19T13:58:19+00:00

Sie fragen sich, was Sie in einem Krankheitsfall tun müssen? Wie auch in einem Arbeitsverhältnis gehen Sie bei einem Krankheitsfall in der Transfergesellschaft zu Ihrem Arzt und lassen sich arbeitsunfähig schreiben. Den „Krankenschein“ senden Sie direkt an EL-NET Transfer oder geben ihn im Projektbüro ab. Wir bitten Sie zudem, Ihre Beraterin bzw. Ihren Berater zu informieren, sollten Sie Ihre Termine krankheitsbedingt nicht wahrnehmen können. 

Habe ich Anspruch auf Urlaub in der Transfergesellschaft?2022-04-19T06:05:03+00:00

Auch während der Transfergesellschaft haben Sie einen Anspruch auf Urlaub. Dieser Urlaubsanspruch richtet sich üblicherweise nach Ihrem gesetzlichen Urlaubsanspruch von 20 Tagen je Kalenderjahr. Dies entspricht 1,67 Tagen / Monat Laufzeit der TG. Der Urlaub muss während Ihrer Verweildauer in der  Transfergesellschaft genommen, mit Ihren BeraterInnen abgesprochen und schriftlich eingereicht werden. Eine Auszahlung des Urlaubs am Ende der TG ist nicht möglich.  Urlaubsansprüche aus der aktuellen Beschäftigung können nicht mit in die TG übernommen werden.  Reicht Ihnen Ihr Urlaubsanspruch nicht aus, können Sie zusätzlich unbezahlte Urlaubstage nehmen.

Wie lange dauert die Transfergesellschaft? 2022-05-09T13:47:07+00:00

Start und Ende der Transfergesellschaft (TG) sind im Sozialplan fest terminiert. Die Bundesagentur für Arbeit begrenzt die Laufzeit einer TG allerdings auf maximal 12 Monate.

  • Ihren individuellen Eintritts- und Austrittsterminin die TG und somit Ihre individuelle Laufzeit für die TG regelt der Sozialplan (z.B. die doppelte individuelle Kündigungsfrist, jedoch immer maximal 12 Monate).
  • Ein sukzessiver Eintritt (NachzüglerInnen)in die TG ist ebenfalls möglich.
    In Absprache mit der Bundesagentur für Arbeit können NachzüglerInnen in die laufende TG eintreten, haben dann jedoch eine verkürzte Verweildauer. Voraussetzung ist allerdings, dass das abgebende Unternehmen einen Personalabbauplan aufgestellt hat, der einen sukzessiven Abbau der Mitarbeitenden vorsieht.
  • Endet Ihre individuelle Laufzeit nach dem Ende der laufenden TG, beantragen wir für Sie eine neue, separate TG. Auch dies ist im Sozialplan geregelt. Diese Variante wird oft bei Abwicklungsteams, in der Buchhaltung und in Personalabteilungen gewählt.

Sie können den Vertrag mit der TG ruhend stellen. Das bedeutet, Sie bleiben weiterhin in der TG beschäftigt, beziehen aber von dieser keine Leistungen, sondern von Ihrem neuen Arbeitgeber. Sie halten sich damit die Möglichkeit offen in die TG zurück zu kehren, sollte Ihr neues Arbeitsverhältnis nicht zum gewünschten Erfolg führen. Wenn Sie in die TG zurückkehren, wird diese Zeit Ihrer persönlichen Laufzeit nicht gutgeschrieben.
Die maximale Zeit für eine Ruhendstellung beträgt i. d. R. die halbe maximale Laufzeit der TG. Während dieser Phase können Sie jederzeit in die TG zurückkehren oder den Dreiseitigen Vertrag mit uns kündigen, um z. B. eine Sprinterprämie zu erhalten. Bitte informieren Sie uns schriftlich, zu welchem Termin Sie in die TG zurückkommen wollen. Wenn Sie den Dreiseitigen Vertrag mehr als drei Monate ruhend gestellt hatten, muss die Arbeitssuchendmeldung bei der Bundesagentur für Arbeit aktualisiert werden.
Beispiel: Hat eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter 6 Monate Anspruch auf den Aufenthalt in der TG und stellt nach 2 Monaten das Verhältnis mit der TG für 3 Monte ruhend, dann verbleibt ihr oder ihm nach Rückkehr  1 Monat in der TG, bevor sie oder er aus dieser automatisch ausscheidet.

 

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Was habe ich davon, wenn ich in die Transfergesellschaft eintrete? 2022-05-09T13:49:25+00:00
  • Sie erhalten professionelle Hilfe bei der Arbeitsplatzsuche und der Vermittlung.
  • Ziel der Transfergesellschaft ist Ihre Vermittlung in ein neues Beschäftigungsverhältnis.
  • Sie erhalten qualifizierte Unterstützung bei der Erstellung von aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen.
  • Ihre vorhandene Qualifikation wird (bei Bedarf) verbessert bzw. ausgebaut und damit Ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöht.
  • Ihre Bewerbung auf einen neuen Arbeitsplatz erfolgt aus einem bestehenden Arbeitsvertrag heraus und nicht aus der Arbeitslosigkeit.
  • In Ihrem Lebenslauf erscheint keine Arbeitslosigkeit.

 

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Wie trete ich in die Transfergesellschaft ein? 2022-02-24T07:18:14+00:00

Sprechen Sie Ihren Betriebsrat oder Ihren zuständigen Sachbearbeiter in der Personalabteilung an. Die vom Arbeitsplatzabbau betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhalten ein Angebot freiwillig in die Transfergesellschaft (TG) zu wechseln. Vorbehaltlich der Zustimmung der Arbeitsagentur zur Bewilligung von Kurzarbeitergeld wird Ihnen ein Dreiseitiger Vertrag zum Übergang in die TG der EL-NET Transfer ausgehändigt. Dieser Vertrag ist bereits von Ihrem Arbeitgeber und EL-NET Transfer unterschrieben und wenn Sie das Angebot annehmen wollen, müssen Sie bis zum jeweiligen Stichtag den von Ihnen unterschriebenen Vertrag wieder in der Personalabteilung abgeben. Der Vertrag heißt Dreiseitiger Vertrag, weil er von drei Parteien geschlossen wird. Ihnen, Ihrem alten Arbeitgeber und der EL-NET Transfer. Mit diesem Vertrag wird gelichzeitig das Arbeitsverhältnis mit dem alten Arbeitgeber beendet und ein neues, befristetes Arbeitsverhältnis mit der EL-NET Transfer begründet.

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Was passiert, wenn ich nicht in die Transfergesellschaft eintrete?2022-02-24T07:11:39+00:00

• Sie werden arbeitslos und erhalten ALG I, was deutlich geringer ist als Ihr Lohn in der Transfergesellschaft (TG).
• Ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt sinken möglicherweise, weil sie weniger Unterstützung erhalten.
• Wenn Sie Hilfe und Unterstützung brauchen, ist die örtliche Bundesagentur für Arbeit für Sie zuständig.

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Wer ist berechtigt in die Transfergesellschaft (TG) einzutreten?2022-02-24T07:16:58+00:00

Grundsätzlich sind alle von der Arbeitslosigkeit bedrohten und von der Betriebsänderung betroffenen Mitarbeitenden berechtigt, in eine TG einzutreten.

Also alle Mitarbeitenden, die:

• bei Eintritt sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind (hierunter fallen z.B. keine geringfügig beschäftigten Mitarbeitenden).
• nicht innerhalb des Konzerns einen anderen Arbeitsplatz erzielen können/wollen.
• während der Laufzeit der TG das Rentenalter nicht erreichen. Die Laufzeit endet jedoch mit Erreichen des Rentenalters.
• sich noch in der Ansparphase eines Zeitkontingents in Altersteilzeit befinden, da sie gekündigt werden können. In diesem Fall wird die bisherige ATZ rückabgewickelt. Sobald Sie freigestellt wurden, sind Sie nicht mehr von einer Arbeitslosigkeit bedroht und können damit auch nicht in die TG eintreten. Ihre Bezüge wurden bereits in der Vergangenheit angespart.
• in Elternzeit, bzw. Mutterschutz sind. (Grundsätzlich dürfen Mitarbeitende in Elternzeit in die TG eintreten. Sofern die Mitarbeiterin bzw. der Mitarbeiter in die TG eintreten möchte, muss sie ihre bzw. er seine Elternzeit kündigen und mindestens einen Monat eine gewisse Zeit vor Eintritt in die TG in das Unternehmen zurückgekehrt sein. Mitarbeiterinnen in Mutterschutz dürfen ebenfalls nicht in die TG eintreten. Durch ihren besonderen Schutz durch das Mutterschutzgesetz stehen sie dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung und sind nicht kündbar.)

Allen diesen Mitarbeitenden ist zu empfehlen in die TG einzutreten. Selbst denen, die bereits eine neue Anstellung in Aussicht haben. Durch die Möglichkeit der Ruhendstellung können Sie das neue Anstellungsverhältnis beginnen und dennoch die Sicherheit der TG genießen. Dafür ist wichtig, dass der neue Arbeitsvertrag erst nach dem offiziellen Beginn der TG in Kraft tritt. Es reicht hierfür die sog. juristische Sekunde. Das bedeutet, Sie treten zum Start der TG um 00:00:00 Uhr in die TG ein und stellen Ihren Vertrag mit der TG um 00:00:01, also eine Sekunde später, ruhend. Sie haben damit alle Rechte als Teilnehmende der TG und können z. B. in die TG zurückkehren, wenn der neue Arbeitsvertrag nicht ihren Vorstellungen entspricht.

Nicht in die TG eintreten dürfen:

• Auszubildende
• geringfügig Beschäftigte (Mitarbeitende, die lediglich geringfügig beschäftigt sind, dürfen nicht in die TG eintreten. Die Tatsache, dass die Gehälter durch die laufenden Sozialabgaben finanziert werden, geringfügig Beschäftigte jedoch von diesen befreit sind, führt dazu, dass sie keinen Anspruch besitzen.)
• AltersrentnerInnen
• Mitarbeitende mit voller Erwerbsminderung (Voll erwerbsgemindert ist, wer wegen Krankheit oder Behinderung auf nicht absehbare Zeit außerstande ist, unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarkts mindestens 3 Stunden täglich erwerbstätig zu sein.)

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Was bedeutet Übergang in Transfergesellschaft?2022-02-24T07:14:13+00:00

Der Übergang in die Transfergesellschaft nach § 111 SGB III bezeichnet den nahtlosen Wechsel vom alten Arbeitgeber zum neuen Arbeitgeber – der Transfergesellschaft.

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Welche Aufgaben hat eine Transfergesellschaft?2022-02-24T07:35:11+00:00

Die Transfergesellschaft hat die Aufgabe, die Mitarbeitenden, die in die Transfergesellschaft eingetreten sind, professionell zu beraten und den Menschen zu helfen einen Job zu finden. Das beinhaltet zum Beispiel Einzel- und Gruppencoachings, das schreiben von Lebenslauf und Bewerbung, die Jobsuche, die Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche, Qualifizierungsmaßnahmen usw.

Die ArbeitnehmerInnen wechseln in die Transfergesellschaft und werden direkt bei dieser angestellt. Eine solche Anstellung ist immer befristet. Die Befristung ist zum einen abhängig von der Dauer der Betriebszugehörigkeit der scheidenden Mitarbeitenden und orientiert sich zum anderen an der geltenden Kündigungsfrist. Üblicherweise hat der befristete Vertrag eine doppelte Laufzeit von der eigentlichen Kündigungsfrist, aber max. 12 Monate. Somit gewinnen Betroffene mehr Zeit und eine verlängerte finanzielle Absicherung.

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Wer zahlt die Transfergesellschaft bzw. wer zahlt das Gehalt in der Transfergesellschaft?2022-02-24T07:36:08+00:00

Eine Transfergesellschaft wird beauftragt, wenn zum Beispiel eine größere Zahl von MitarbeiterInnen vom Abbau betroffen sind. Dabei ist die Transfergesellschaft allerdings keine Beschäftigungsgesellschaft sondern dient lediglich dem Zweck, den von Kündigung betroffenen Mitarbeitenden in ein neues Beschäftigungsverhältnis zu vermitteln. Die MitarbeiterInnen die in eine Transfergesellschaft eintreten erhalten Transferkurzarbeitergeld (60 – 67%) von der Agentur für Arbeit. In der Regel stockt der Arbeitgeber bzw. die Arbeitgeberin dieses Geld auf 80 – 85% auf.

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Was ist besser: Abfindung oder Transfergesellschaft?2022-02-24T07:36:47+00:00

In der Regel schließt das eine das andere nicht aus. Viele Unternehmen bieten im Rahmen des Abbauprogrammes sowohl eine Abfindung als auch eine Transfergesellschaft an. Das bedeutet, Mitarbeitende haben die Möglichkeit in die Transfergesellschaft zu gehen und zusätzlich eine Abfindung zu erhalten.

Natürlich kommt es hierbei auch auf die finanzielle Situation des Unternehmens an. Wenn jedoch die Wahl zwischen Abfindung oder Transfergesellschaft im Raum steht, sollte die Entscheidung im besten Fall für die Transfergesellschaft fallen. Wer sich für die Transfergesellschaft entscheidet, erkauft sich mehr Zeit.

Während der Zeit in der Transfergesellschaft ist man angestellt und nicht arbeitslos. Sie beschäftigen sich ausschliesslich mit der Jobsuche, begleitet von professionellen Coaches und erhalten ein monatliches Entgeld von bis zu 80/85% ihres Nettoeinkommens. Personen, die lediglich die Abfindung nutzen, unterschätzen hingegen häufig wie langfristig sich die Suche nach einem neuen Job ohne Unterstützung gestalten kann.

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Vorteile einer Transfergesellschaft2022-02-24T07:37:17+00:00

Unternehmen profitieren von einer Transfergesellschaft, da sie einen sozialverträglichen Personalabbau vornehmen können. Aus Sicht der Arbeitnehmenden sind die Vorteile einer Transfergesellschaft, dass sie die Möglichkeit haben,…

…Transferkurzarbeitergeld zu erhalten.

…die Gefahr der Arbeitslosigkeit nach hinten zu verzögern.

…sich weiterzubilden.

…von erfahrenen Coaches Unterstützung bei Bewerbungsprozessen zu erhalten.

Warum eine Transfergesellschaft sinnvoll ist, zeigt sich somit daran, dass sie Mitarbeitende, die von einem Stellenabbau betroffen sind, durch die Transfergesellschaft bestmöglich auf die nächste berufliche Position vorbereitet werden.

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Ist eine Transfergesellschaft sinnvoll?2022-02-24T07:37:54+00:00

Transfergesellschaften werden von Unternehmen im Prozess eines Stellenabbaus beauftragt. Dabei verfolgen Transfergesellschaften den Zweck, von Arbeitslosigkeit bedrohten Mitarbeitenden Unterstützung zu bieten und ihnen zu einem neuen Beschäftigungsverhältnis zu verhelfen. Aus diesem Grund ist eine Transfergesellschaft eine wertschätzende Alternative zur betriebsbedingten Kündigung.

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