Was verdiene ich in der Transfergesellschaft?

Anspruch auf Transferkurzarbeitergeld.

Was verdiene ich in der Transfergesellschaft?

EL-NET BeraterInnen informieren Sie über Ihre finanziellen Ansprüche.

Der Vorteil einer Transfergesellschaft (TG) ist, dass Arbeitnehmende unterstützende Maßnahmen zur Wiedereingliederung in den Beruf (z.B. Fort- und Weiterbildungen) sowie ein Anrecht auf finanzielle Bezüge erhalten. Welches sozialversicherungspflichtige Bruttogehalt zur Berechnung herangezogen wird, ist dabei im  Sozialplan festgelegt. Das kann beispielsweise der Durchschnitt der letzten drei Monate sein. Um eine ungefähre Vorstellung von der Höhe Ihrer Bezüge während der Transfergesellschaft zu erhalten, rechnen Sie mit einem online Brutto-Netto Rechner Ihr 100%iges Nettoentgelt aus und ziehen davon 20% ab.

Übrigens sind Sie für die Dauer Ihrer Beschäftigung mit der Transfergesellschaft sozialversichert. Sie zahlen somit Beiträge, etwa: Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Rentenversicherung und Unfallversicherung.

Für ein erstes und unverbindliches Informationsgespräch zum Thema Transfer stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

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Ihr monatlicher Auszahlungsbetrag setzt sich aus drei Bestandteilen zusammen:  

  • dem Transfer-Kurzarbeitergeld (T-KUG).
    60% des letzten Nettoarbeitsentgelts bei Mitarbeitenden ohne Kind.
    67% des letzten Nettoarbeitsentgelts bei Mitarbeitenden mit Kind.
  • dem sogenannten IST-Entgelt.
    Ihr Arbeitgeber bezahlt weiterhin Ihre Urlaubs- und Feiertage.
  • und der freiwilligen Aufstockung des Arbeitgebers (z. B. auf 80 %).
    Diese Aufstockung hat Ihr Betriebsrat mit dem Arbeitgeber verhandelt und im Sozialplan schriftlich fixiert.

Das T-KUG (60 bzw. 67 % des letzten Nettoentgelts) ist grundsätzlich steuerfrei. Lediglich die Zahlungen an Feiertagen und Urlaubstagen (IST -Entgelt) und der monatliche Aufstockungsbetrag durch den Arbeitgeber unterliegen der Einkommensteuer. Aufgrund des Steuerfreibetrages kommt es jedoch nur in sehr seltenen Fällen vor, dass Steuern anfallen und dann auch nur in minimaler Höhe.

Wer hat Anspruch auf Transferkurzarbeitergeld?

Prinzipiell sind alle Mitarbeitenden, die von der Arbeitslosigkeit bedroht sind, zu einem Eintritt in eine Transfergesellschaft berechtigt. Was das konkret bedeutet, erfahren Sie auf unserer Übersichtsseite Transfer.

Wer zahlt die Sozialversicherungen in der Transfergesellschaft?

Während der Transfergesellschaft zahlt die EL-NET GROUP weiterhin Ihre Sozialversicherungsbeiträge. Das T-KUG oder die Aufstockung sind allerdings nicht die Basis für die Berechnung der Sozialversicherungsbeiträge. 

Bemessungsgrundlage für die Berechnung dieser Kranken-, Pflege- und Rentenversicherungsbeiträge von T-KUG EmpfängerInnen ist das sozialversicherungspflichtige Bruttogehalt, das uns von Ihrem alten Arbeitgeber übermittelt wird. Davon werden zur Berechnung von KV, PV und RV 80% angesetzt (sog. SV-Brutto). Auf dieses werden die Sozialabgaben gezahlt.   

Auszahlung der finanziellen Bezüge.

Ihr Lohn oder Gehalt in der Transfergesellschaft wird regelmäßig zum dritten Werktag des Folgemonates ausgezahlt, sofern im Sozialplan nichts Abweichendes vereinbart wurde. Den kompletten Lohn bzw. das komplette Gehalt, inklusive T-KUG, überweisen wir Ihnen direkt, nicht die Bundesagentur für Arbeit. Mit jeder Gehaltsüberweisung stellen wir Ihnen auch eine Gehaltsabrechnung zur Verfügung.

Gerne erstellt unsere Personalabteilung Ihnen entsprechende Bescheinigungen zur Vorlage für verschiedene Bedarfe (Finanzamt, Kindergarten, Wohngeld etc.). Sprechen Sie uns gerne an. 

Nebentätigkeit in der Transfergesellschaft.

Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, das T-KUG durch eine Nebentätigkeit aufzubessern. Pro Woche darf die Nebentätigkeit jedoch nicht mehr als 14,9 Stunden ausgeübt werden, da ansonsten der Verdacht vorliegt, dass Sie aufgrund Ihrer Nebentätigkeit dem Arbeitsmarkt nicht ausreichend für eine erfolgreiche Arbeitssuche zur Verfügung stehen.

Nebentätigkeiten, die vor der Transfergesellschaft aufgenommen wurden, werden üblicherweise nicht auf das T-KUG angerechnet. Nebentätigkeiten, die während der Transfergesellschaft aufgenommen werden, sind jedoch anrechnungswürdig. In jedem Fall müssen diese Nebentätigkeiten der TG angezeigt werden.

Sprinterprämien und aufgestockte Transferkurzarbeitergelder.

Wird zusätzlich im Sozialplan eine Sprinter- / Startprämie oder ähnliches vereinbart, wird diese immer für volle Monate berechnet und ausgezahlt. Die Prämie wird beim endgültigen Verlassen (Kündigung) der Transfergesellschaft fällig. Wird das TG-Verhältnis ruhend gestellt, endet das Verhältnis automatisch mit Ablauf des Enddatums. Somit wird die Sprinter- / Startprämie ebenfalls automatisch im Anschluss ausgezahlt, ohne dass eine aktive Kündigung der Mitarbeitenden nötig ist. Die Höhe der Prämie umfasst auch den Zeitraum der Ruhendstellung.

Was passiert mit meinem Firmenwagen?

Mitarbeitende, die einen Firmenwagen nutzen und in die TG eintreten möchten, müssen ihr Fahrzeug beim Verlassen des alten Arbeitgebenden zurückgeben. Während der TG besteht kein Anspruch auf einen Firmenwagen. Dieser vergangene Anspruch wird auch nicht anderweitig ausgeglichen.

Altersvorsorge und Krankenversicherung in der Transfergesellschaft

Ebenso wird die betriebliche Altersvorsorge in der TG nicht fortgeführt. Der entsprechende Vertrag kann für den Zeitraum der TG ruhend gestellt und mit einem neuen Arbeitgeber weitergeführt werden.

Sie können in der TG weiterhin in Ihrer privaten Krankenversicherung bleiben. In diesem Fall erhalten Sie einen weiteren zusätzlichen Ausgleich, der sich in Abhängigkeit der Kostenhöhe berechnet. Die Kosten sind von Ihnen selbst abzuführen.

Steuerklassenwechsel in der Transfergesellschaft.

Ein Steuerklassenwechselwährend der Laufzeit der TG hat keine Auswirkung auf Ihren Lohn oder Ihr Gehalt in der Transfergesellschaft. Bei genügend Vorlaufzeit können Sie die Steuerklasse jedoch vor Eintritt in die TG wechseln, was für Sie von Vorteil sein könnte. Bitte besprechen Sie diesen Sachverhalt mit Ihrem Steuerberater oder gehen Sie direkt in ein unverbindliches Beratungsgespräch mit unseren ExpertInnen!

Wir beantworten Ihre Fragen rund um das Thema Transfergesellschaft – vertraulich und unverbindlich.

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Prozess der Lohnabrechnung.

Im Rahmen des Profilingseminars händigen wir Ihnen ein Personalstammdatenblatt aus. In diesem fragen wir persönliche Daten wie Adresse und Bankverbindung ab, um mögliche Übertragungsfehler Ihrer Daten von Ihrem alten Arbeitgeber zu uns auszuschließen. So können wir sicherstellen, Ihnen bereits im ersten Monat der TG eine korrekte Lohnabrechnung zu übergeben.

In Zusammenhang mit der Lohnabrechnung fällt immer wieder das Wort Remanenzkosten. Doch was sind Remanenzkosten eigentlich? Grundsätzlich sind die Remanenzkosten die Kosten, die das abgebende Unternehmen zur Finanzierung der Transferlöhne aufbringen muss. Dazu zählen:

  • der Aufstockungsbetrag  
  • Urlaubs- und Feiertagsentgelt  
  • Sozialversicherung auf das T-KUG  
  • Sozialversicherung auf Urlaubs- und Feiertage  
  • Beiträge zur Berufsgenossenschaft  
  • Schwerbehindertenabgaben  

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Im Beitrag Transfergesellschaft und wertschätzende Kommunikation spricht unser Team-Mitglied Marc-André Höper darüber, inwiefern Unternehmen einen Stellenabbau über eine Transfergesellschaft sozialverträglich gestalten können und welche Kommunikationsstrategien in Transferprozessen hilfreich sind.

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